Ein Spielplatz-Update
Für den Sommer 2026 ist die Fertigstellung unserer neuen Spielbereiche geplant. Der Weg dahin ist von zahlreichen Arbeitsschritten geprägt und nicht zuletzt stark von den Witterungsbedingungen abhängig. Doch auch in den Wintermonaten gehen die Arbeiten weiter. Wir haben Holzgestalter Daniel Rieker und sein Team in ihrer Werkstatt besucht und geben im Folgenden einen Überblick über den derzeitigen Entwicklungsstand dieses besonderen Projekts.
Holz & Kreativität
Holz ist einer der prägenden Baustoffe fast aller historischen Gebäude im Freilandmuseum. In früheren Zeiten wurden geeignete Bäume direkt im Wald ausgewählt und in handwerklicher Arbeit zu Bauteilen von Wohn- und Wirtschaftsgebäuden verarbeitet. Die neuen Spielbereiche greifen bewusst die historischen Bauweisen auf. Sie entstehen aus regional gewachsenem Holz und orientieren sich an den Konstruktionsprinzipien und gestalterischen Besonderheiten der Museumshäuser. Dadurch fügen sie sich harmonisch in das bestehende Ensemble ein.
Bei Planung und Bau setzt sich das Team intensiv mit Fragen des Klimaschutzes und der nachhaltigen Materialverwendung auseinander.
Aktueller Baufortschritt
Derzeit ist bereits einer der insgesamt drei geplanten Türme fertiggestellt. Jeder dieser Türme folgt einem eigenen gestalterischen und inhaltlichen Konzept und greift die im Museum zu findenden Themen Bauernhof, Schmiede und Wirtshaus auf.
Die tragenden Balken orientieren sich am natürlichen Wuchs der verwendeten Bäume. Unregelmäßigkeiten, Krümmungen und individuelle Strukturen werden dabei nicht ausgeglichen, sondern bewusst hervorgehoben. Gerade diese organischen Eigenheiten eröffnen vielfältige kreative Möglichkeiten. In jedem Turm und in jeder Ecke des Spielplatzes finden sich Elemente, die Kinder zum Spielen, Erkunden und Entdecken einladen.
Für das Dach eines der Türme werden in großer Zahl Dachschindeln benötigt. Diese fertigt das Team in der Werkstatt aus Lärchenholz . Dafür werden Schindelmesser in verschiedenen Formen verwendet. Bevor die Schindeln aufs Dach kommen, findet selbstverständlich eine Probelegeung statt.
handarbeit mit traditionellen werkzeugen
Besonderes Augenmerk gilt nicht nur dem Material, sondern ebenso seiner Bearbeitung. Anstelle moderner, elektrisch betriebener Maschinen kommen traditionelle Handwerkzeuge zum Einsatz. Hier im Museumsblog erfahren Sie demnächst mehr über die nächsten Schritte und die verwendetetn Werkzeuge – hier zum Beispiel über das Schindelmachen.
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